Die Vermehrung mit Samen
Alpenveilchen lassen sich durch das Teilen ihrer Knolle oder mit Samen vermehren. Bildet eine Pflanze Samenkapseln aus, muss man für die Aussaat warten bis sie vertrocknet sind. Beschrieben habe ich das hier anhand einer Cyclamen persicum-Hybride.
Alpenveilchen mit Samen vermehren
Als Substrat eignet sich eine Mischung aus Blumenerde und Sand im Verhältnis 2:1. Die Saattiefe beträgt ungefähr 0,5 Zentimeter. Das Abdecken des Topfs zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit, ist nicht erforderlich. Die Erde hält man gleichmäßig feucht, aber nicht tropfnass. Das Austrocknen ist ebenfalls zu vermeiden.

Bei Temperaturen um die 20 °C beträgt die Keimdauer 3 bis 4 Wochen. Der ideale Standort für die Aufzucht der jungen Alpenveilchen ist hell, aber ohne direkte Sonne und nicht zu warm. Gut eignet sich dafür ein Nordfenster. Das Substrat sollte gleichmäßig feucht sein. Düngen muss man nicht.

In den ersten 2 Jahren sollte man darauf achten, dass die Jungpflanzen ihre Blätter im Sommer nicht einziehen. Erst anschließend sind ihre Knollen groß genug, um eine Ruhephase zu überstehen.

Bis man aus Samen blühfähige Pflanzen aufgezogen hat, dauert es 3 bis 4 Jahre.

Achtung: Die aus selbst geernteten Samen angezogenen Pflanzen können anders aussehen als ihre Eltern.
Alpenveilchen-Samen
Nach der Blüte versuchen einige Arten ihre Samenkapseln in die Erde zu bohren. Dazu kringeln sich die Blütenstängel. Wenn es nicht gelingt, öffnen sich die Früchte und verteilen das Saatgut auf dem Boden. Gut zu sehen ist das auf dem unteren Bild. Es zeigt die geöffneten Früchte des Europäischen Alpenveilchen (Cyclamen purpurascens).

Beim Zimmer-Alpenveilchen (cyclamen persicum) konnte ich dieses Verhalten nicht beobachten. Seine Blütenstängel bleiben aufrecht und lassen die Samen fallen, sobald sie reif sind.